Schimmel, Schimmelbekämpfung

Schimmel, Schimmelbekämpfung

Schimmel
Schimmel

Schimmel, Schimmelbekämpfung muss bei den Ursachen anfangen. Wärmebrücken und unsachgemäßes Heizen, Lüften und Dämmen sind die Hauptursache für Schimmelbildung. Schimmel blüht oft im Verborgenen und beginnt meist unauffällig. Schimmelpilzsporen können krank machen und Allergien auslösen. Schimmel zerstört wertvolle Bausubstanz und gehört beseitigt mit Capatox, Synthesa Schimmelentferner,  Indeko W  oder Duparol W

Der qualifizierte Fachbetrieb findet den Schimmel ohne größere Zerstörungen anzurichten, analysiert die

spezifische Sorte und findet eine für das Bauwerk und vor allem für Sie verträgliche Methode, den Schimmel zu entfernen und weiterer Schimmelbildung vorzubeugen. Das bedeutet nicht selten auch bauliche Maßnahmen, deren Sinnhaftigkeit z.B. über Infrarotaufnahmen auch leicht anschaulich
gemacht werden kann.

Lüften bewirkt den Austausch von Luft zwischen Außen- und Innenraum. Die Innenraumluft soll aus dem Innenraum entfernt werden,

  • weil sie „verbraucht“ ist (durch Atmung der Bewohner, durch Kerzen oder andere Sauerstoff-Verbraucher ist der Sauerstoffgehalt der Luft verringert und der Kohlenstoffdioxid-Gehalt (CO2) erhöht, siehe auchSauerstoffmangel als medizinisches Problem)
  • weil ihr Gehalt an Luftfeuchtigkeit höher als gewünscht ist (z. B. in Badezimmern; zudem gibt der Mensch beim Ausatmen und durch Schwitzen Wasser ab)
  • weil sie Luftverschmutzungen enthält:
  • unangenehme Geruchsstoffe (z. B. Ausdünstungen von Möbeln und Baustoffen)
  • Aerosole (Gemische aus Schwebeteilchen und einem Gas), zum Beispiel Schadstoffe, die aus Gegenständen (z. B. Möbeln) ausgetreten sind; Staub in der Luft
  • giftige Gase

Austausch von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid

Eine wichtige Grundlage des aeroben Lebens, bei dem im Gegenzug Kohlenstoffdioxid produziert wird, ist Sauerstoff. Die Lüftung gewährleistet, dass der natürliche Gehalt von Sauerstoff (Volumenanteil 21 %) und Kohlenstoffdioxid (0,04 %) in der Raumluft wiederhergestellt wird.

Entfeuchtung

Ein Kubikmeter Luft kann etwa folgende Menge an Wasser aufnehmen und hat dann die relative Luftfeuchte von 100 %

TEMPERATUR

MENGE WASSER

−7 °C

2,2 Gramm

0 °C

4,4 Gramm

+10 °C

8,8 Gramm

+15 °C

11,0 Gramm

+20 °C

17,0 Gramm

+23 °C

20,0 Gramm

Die Entfeuchtung des Raumes geschieht in der Regel mittels Luftaustausch mit relativ trockener Luft. Dabei spielen die Temperaturen der auszutauschenden Luftmassen eine erhebliche Rolle.

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Daher kann auch bei hoher relativer Luftfeuchte der Außenluft eine effektive Entfeuchtung im Inneren herbeigeführt werden, wenn die Außenluft kühl genug ist. Bei der Lüftung wird die kühle Außenluft in den Innenraum geleitet. Hier erwärmt sie sich, wodurch die relative (nicht die absolute) Luftfeuchtigkeit absinkt und hinzukommende Feuchtigkeit aufgenommen werden kann. Die erneut mit Wasser angereicherte Luft kann dann in einem neuen Lüftungszyklus wieder abgeführt werden.

Ist eine solche Lüftung nicht ausreichend oder gar nicht möglich, kann es zur Kondensation an kalten Bauteilen kommen. Bei einfach verglasten Fenstern ist die Glasscheibe die kälteste Oberfläche und die Luftfeuchtigkeit schlägt sich an der Scheibe sichtbar nieder. Wird ein derartiges Fenster durch ein modernes, wärmegedämmtes Fenster ersetzt, ist oftmals nicht mehr das Fenster, sondern bspw. die Ecke der Außenwand (bei ungenügend gedämmten oder beheizten Gebäuden, insbesondere wenn Wärmebrücken vorliegen) oder die verputzte Fläche um den Fensterrahmen herum der kälteste Punkt im Raum. Dann kann es zu Schimmelbildung an diesen Stellen kommen.

Zur Verringerung der Luftfeuchte ist kurzes Stoßlüften geeignet, vorausgesetzt der Taupunkt der Außenluft ist niedriger als der Taupunkt der Innenluft. Generell ist die Luftfeuchtigkeit der Außenluft morgens am geringsten, da durch die Nachtabkühlung ein Großteil des Dampfes als Tau oder Reif kondensiert. Somit empfiehlt sich besonders bei Feuchtigkeitsproblemen morgendliches Stoßlüften. Im Sommer kann die Situation eintreten, dass der Taupunkt außen höher ist als innen. Beim Lüften erhöhen sich dann die (absolute) Luftfeuchte und der Taupunkt im Innenraum – eine Verringerung der Luftfeuchte ist durch Lüften nicht erreichbar. Insbesondere bei ungedämmten Kellerräumen (mit einer Wandtemperatur nahe der Bodentemperatur von 10 bis 12 °C) kann es durch Lüften im Sommer zu erheblichem Kondenswasseranfall und nachfolgendem Schimmelbefall kommen.

 Wärmeverlust

Bei der konventionellen Lüftung durch Fenster oder Türen wird in der kalten Jahreszeit immer neben der verbrauchten Luft auch die in der Luft enthaltene Wärme abgegeben und stellt somit bei einerKonvektionsheizung einen Energieverlust dar. Derartige unnötige Heizenergieverluste werden mit Wärmerückgewinnungssystemen vermieden.

Luft hat circa die gleiche spezifische Wärmekapazität wie Bauteile aus Ziegeln oder Beton (1,0 kJ/(kg K)). Jedoch ist die Masse der Luft eines Raumes gegenüber den Bauteilen und Inhalten (Möbel) eines Raumes wesentlich geringer, so dass die Luft eine deutlich niedrigere Wärmekapazität hat.
Wird die Luft schnell ausgetauscht (Stoßlüftung), geht nur die in der Luft gespeicherte Wärmeenergie verloren. Die in den Bauteilen (Wände, Decken, schweres Mobiliar) gespeicherte Wärmeenergie bleibt hingegen weitgehend erhalten, da diese eine gewisse Zeit brauchen, um die Wärme abgeben zu können. Das eigentliche Ziel der Lüftung, der hygienische Luftaustausch, ist erreicht.

Bei langanhaltender Lüftung, z. B. durch stundenlanges Kippen der Fenster, geben die Bauteile ihre Wärme an die Luft ab, welche wiederum mit der kalten Außenluft ausgetauscht wird. Dadurch kommt es in der Regel zu einem vermeidbar hohen Energieverlust; beim nächsten Aufheizvorgang müssen auch die Bauteile wieder auf Raumtemperatur aufgeheizt werden und nicht nur die ausgetauschte Raumluft. Deshalb soll während der ganzen Heizperiode in allen Räumen (auch Nassräumen) das Stoßlüften praktiziert werden.

Optimierte Heizung und Lüftung:

  • aktivitätsbeeinflusste Heizung und Lüftung (Schlaf oder andere Aktivität)
  • anwesenheitsbeeinflusste Heizung und Lüftung (Anwesenheit von Personen)

vollständige Öffnen eines oder mehrerer Fenster oder Außentüren eines Raumes. Als kurzzeitig gilt hierbei eine Dauer im Bereich von nur einigen Minuten. Das Stoßlüften sollte je nach Bedarf mehrmals täglich zusätzlich zum permanenten Luftaustausch durchgeführt werden.

Die Stoßlüftung hat verschiedene Eigenschaften, welche sie als optimale Lüftungsstrategie in nichtklimatisierten Wohnräumen mit Fenstern auszeichnet, insbesondere im Vergleich zum Dauerlüften.

Während der winterlichen Heizperiode stehen der gewünschten Frischluftzufuhr beim Lüften zwei ungewünschte Aspekte gegenüber. Die Außenluft kühlt die Räume und Raumluft ab, was ein Heizen erfordert. Das bedeutet zum einen Energieaufwand und zum anderen Verlust an relativer Luftfeuchtigkeit. Indem man nicht dauer-, sondern stoßlüftet, erleichtert man danach die Wiedereinstellung einer für Wohnräumen geeigneten Luftfeuchtigkeit. Das kann bei wieder geschlossenem Fenster durch das Wasser geschehen, welches von Menschen (Schwitzen, Atmung), Tieren und Pflanzen oder beim Waschen und Kochen erzeugt wird. Auch die Energiebilanz profitiert von der Stoßlüftung, denn sie zieht durch die kurze Lüftungsdauer einen geringeren Wärmeverlust an der Einrichtung und den Innenwänden nach sich und ist somit deutlich energieeffizienter und damit sparsamer. Voraussetzung dazu ist, dass Fenster und Türen ansonsten geschlossen bleiben.

Analog verlangsamt das Stoßlüften im Verhältnis zum Dauerlüften auch die Energiezufuhr in sommerlichen Hitzeperioden und damit die dauerhafte Aufheizung unklimatisierter Innenräume bzw. deren Einrichtung und Innenwände. Die Kühllast wird verringert, Kühlschränke oder gegebenenfalls Klimaanlagen werden weniger belastet, wenn Fenster und Türen außer zum Lüften geschlossen bleiben. Dies gilt nur, solange die Außentemperatur die Innentemperatur übersteigt.

Die Stoßlüftung ist schnell und sichert den hygienisch erforderlichen Mindestluftbedarf. Energetisch nachteilig ist der sich bereits bei geringer Fensteröffnung einstellende bis zu 10-fache Luftwechsel. Dieser kann im Winter bis zu 100 % erhöhten Wärmebedarf erfordern.

Dauerlüften

Die Verwendung der Kippfunktion von Fenster- oder Türbeschlägen ist wenig wirksam, jedoch weithin verbreitet. Gründe hierfür können Bequemlichkeit, Gewohnheit oder Unwissen sein, aber auch die Tatsache, dass örtliche Gegebenheiten (etwa Gegenstände auf der Fensterbank) ein vollständiges Öffnen behindern. Bei Dauerlüftung dauert der Austausch der Raumluft gegen neue Außenluft verhältnismäßig lange, oft ohne dass anschließend das Fenster oder die Tür wieder verschlossen wird. Der Lüftungsvorgang dauert deshalb an und führt zu mehrfachem vollständigen Luftaustausch, auch wenn dies gar nicht erwünscht oder sinnvoll ist.

Insbesondere aus energetischer Sicht sollte die Dauerlüftung nur dann verwendet werden, wenn die Außentemperatur verhältnismäßig hoch ist. Anderenfalls geht mit der nur langsam, aber stetig ausgetauschten Luft zugleich die in Wänden, Fußböden, anderen Bauteilen und den Einrichtungsgegenständen gespeicherte Energie nach außen verloren und die Räumlichkeit wird übermäßig ausgekühlt, was im Bereich der Fensterwangen die Wahrscheinlichkeit der Schimmelbildung erhöht.

Wenn die Außentemperatur höher als die Innentemperatur ist (also bei sehr hohen Außentemperaturen), wird den genannten Massen Energie von außen zugeführt und damit die Räumlichkeit aufgeheizt. Das kann an einem warmen Herbsttag erwünscht oder in einer hochsommerlichen Hitzeperiode unerwünscht sein. In beiden Fällen geht mit dem Austauschen der Luft zugleich ein Austausch von Energie einher.

 „Atmende Wand“

Auf Max von Pettenkofer geht seit 1858 die – gelegentlich auch heute noch vertretene – Behauptung zurück, dass auch Wände „atmen“, also lüften können. Diese Feststellung hat sich im engeren Sinne jedoch als falsch erwiesen. Im weiteren Sinne des „stofflichen Austauschs“ findet durch die Wände bei mangelfreier Bauweise zwar kein Luftaustausch, jedoch ein Ausgleich der relativen Luftfeuchte zwischen Innen- und Außenluft statt, indem sich flüssiges Wasser und Wasserdampf langsam durch die Wand hindurchbewegen.

Nach dem Duschen oder Kochen nimmt die Wand die erhöhte Luftfeuchte durch Sorption von Wasserdampf auf und leitet sie vornehmlich durch Kapillartransport nach außen weiter. Dies funktioniert jedoch nur, wenn erstens die Innenseite der Außenwand nicht durch moderne dampfdichte Materialien wie Dampfsperrfolien, OSB-Platten oder viele Schichten von kunstharzhaltiger (Dispersions-)Wandfarbe abgesperrt wurde, wenn zweitens zumindest das für die innere Schicht der Wand verwendete Baumaterial tatsächlich in der Lage ist, Wasser kapillar zu transportieren (wie z. B. Lehm, Ziegel, Gips, die meisten kalk- und silikathaltigen Baustoffe sowie Holzwerkstoffe mit geringem Leimanteil) und wenn drittens auch die Außenfläche der Wand nicht durch übermäßig dichte Dämmstoffe oder Kunstharzputze und -farben daran gehindert wird, die Feuchtigkeit wieder an die Außenluft abzugeben.

Falls die letzteren beiden Punkte nicht gegeben sind, so kann eine auf der Innenseite diffusionsoffene Wand zumindest eine Pufferfunktion ausüben, indem sie erhöhte Feuchtigkeitsmengen speichert, bis diese durch eine Lüftung des Raumes nach außen abgeführt werden. Wird nicht ausreichend gelüftet, so besteht die Gefahr von Bauschäden, z. B. durch Schimmelbefall. Bei der Verwendung von dampfdichten Baumaterialien, auch auf der Innenseite der Wand, ist dieses Risiko ohnehin gegeben.