Holzschutz Sanierung

 

Holzschutz Sanierung

Holzschutz Sanierung
Holzschutz

Die Holzschutz Sanierung umfasst alle Maßnahmen, die eine Wertminderung oder Zerstörung von Holz, Holzwerkstoffen oder Holzkonstruktionen (z. B. Blockhäuser, Dachkonstruktionen, Möbel, Bauholz, Gartenholz, Leitungsmasten, Eisenbahnschwellen) vor Schädigungen durch Witterung, Insekten und Pilze verhüten und damit eine lange Gebrauchsdauer sicherstellen. Neben dem konstruktiven Holzschutz ist auch die Anwendung unterschiedlicher Holzschutzmittel und Holzschutzverfahren zum Schutz des Holzes bekannt. Der Begriff “Holzschutz” ist nicht nur auf den Einsatz chemischer Mittel zu beschränken. Der Holzschutz beginnt schon mit dem so genannten “konstruktiven Holzschutz”. Darunter sind z. B. die Auswahl der Hölzer, Fällzeiten, die Bearbeitung und die Art und Weise der Verbauung zu verstehen.

Der Holzschutz ist fast so alt wie der Gebrauch von Holz selbst. So heißt es in der Bibel: Genesis, 6:13-14 “Da sprach Gott zu Noah… mach dir eine Arche aus Zypressenholz. Statte sie mit Kammern aus, und dichte sie innen und außen mit Pech ab!” Mit der Errichtung von Holzbauten begann schon ein frühzeitiges Verständnis z. B. von unterschiedlichen Holzresistenzen und dem Einfluss der Art der Konstruktion. Insofern ist der Holzschutz in der Frühzeit des Holzbaues anzusiedeln. Die Vorstellung unüberlegter, primitiver Errichtung von vorzeitlichen Holzbauwerken, wird durch diverse Erkenntnisse der Archäologie widerlegt. Die Geschichte der Holzschutzmittel reicht bis in die Anfänge der Verwendung des Holzes als Baustoff zurück. So wurde schon in der frühen Geschichte des Holzbaues versucht, diesen Baustoff länger haltbar zu machen. Dabei wurden neben dem rein konstruktiven Holzschutz aber auch schon sehr früh folgende physikalische Verfahren und chemische Wirkstoffe eingesetzt:

  • Ankohlung, Verkohlung (ab ca. 5000 v. Chr. belegt durch Funde in der Fayum Wüste und dem Wadi Qena, siehe auch Sutter 1986 S. 120)
  • Kälken
  • pflanzliche Öle wie Myrrhe, Weihrauch, Ölhefe etc. (ab ca. 2900 v. Chr. in Ägypten, Scheden 1860, S. 56). So wurde bereits im alten Griechenland zur Zeit von Alexander dem Großen Brückenholz mit Olivenöl getränkt.
  • Auslaugen durch Wasser (siehe auch Nasslager oder Flößen) und Saftentleerung (Theophrast, 4. Buch, 2. Kap. S. 132 nach Seidensticker 1886, S. 274)
  • Holzdestillationsprodukte: Holzteer, Holzessig, Kreosot (ab ca. 1000 v. Chr. z. B. in Griechenland nach Hösli J.P., 1982, S. 29-36
  • Bituminöse Beschichtungen: Teer, Pech (belegt ab ca. 3000 v. Chr. nach Strabo (16p739) zitiert aus Hirt 1821, S. 160). Die Römer haben ihre Schiffe mit Pech bestrichen um sie vor Bohrmuscheln zu schützen.
  • Quecksilber und Arsenverbindungen (z. B. ca. 800 v. Chr. in China, Plinius, XXXVI, 3, 19 nach Seidensticker, 1886, S. 1886)

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden durch die fortschreitende industrielle Entwicklung und Forschung zunehmend Holzschutzmittel auf Basis chlororganischer Verbindungen verwendet.

Heutige Holzschutzmittel dürfen keinerlei Gesundheitsschädigende Wirkstoffe beinhalten und daher eignen sich sehr gut auch wässrige und ölige Holzschutzmittel sowie Holzöle für die Sanierung des Holzes. Generell ist zu sagen wenn ein Holz einmal vergraut (Lignin) ist dann besteht zwar ein natürlicher Holzschutz, jedoch vor dem eigentlichen streichen gehört dieses Lignin entfernt um einen sorgfältigen Holzschutz zu garantieren.