Abblättern von Oberputzen

Abblättern von Oberputzen auf WDVS

Abblättern von Oberputzen
Abblättern von Oberputzen

Das Abblättern von Oberputzen meistens auf WDVS- Systemen passiert meistens dann wenn die Nennschichtstärke zu dünn aufgetragen wird. Die Nennschichtstärke sollte mindestens 3 mm oder höher betragen und das Armierungsgewebe in der eingebetteten Armierungsmasse mittig liegen. Erst nach einigen Jahren kann dieses Schadensbild ausgemacht werden und beginnt mit leichten Rissen die später dann immer mehr und mehr werden. Mann kann sich das ganze so vorstellen das die gesamte Schichtstärke mit Unter- und Oberputz in einen ständigen durch Kälte und Wärme ausgesetzten Schwankungen, sich ausdehnt und wieder zusammen zieht. Auf Dauer ist dann bei zu geringer Unterputz ein abblättern fast immer garantiert. Tipp: Schneiden Sie bevor auf die Fassade der Oberputz angebracht wird ein kleines Stück an verschieden gespachtelten und ausgetrockneten Fassadenteile heraus und messen die Unterputzschicht ob  die gewünschte Mindest-Nennschichtstärke erreicht wurde. Der Mittelwert von 2,5 mm ist zulässig wenn eine Schichtstärke von 3 mm vorgesehen ist. Generell ist ein dickerer Unterputz immer besser als ein zu dünner Unterputz.

Sanierung:

In diesem Fall ist der gesamte Unterputz mit Gewebe und Oberputz zu entfernen (Strippen), die Dämmplatten wenn erforderlich nach zu dübeln und  das Einbetten des Armierungsgewebe wie zuvor beschrieben durchführen. Nach einer entsprechenden Trockungszeit kann mit der eigentlichen färbigen Putzbeschichtung begonnen werden. Ein überspachtel der Fassadenflächen wäre in diesem Fall nicht ratsam gewesen und kann auf die Dauer auch nicht gewährleistet werden.